Bibliothek der Universität Konstanz
 
13.11.2009 09:16

Petition an den Deutschen Bundestag zu Open Access

Unterstützen Sie Open Access, indem Sie die Petition mitzeichnen

Der Text der Petition "Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen" lautet:

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass wissenschaftliche Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung hervorgehen, allen Bürgern kostenfrei zugänglich sein müssen. Institutionen, die staatliche Forschungsgelder autonom verwalten, soll der Bundestag auffordern, entsprechende Vorschriften zu erlassen und die technischen Voraussetzungen zu schaffen."


Die Petition wird u.a. unterstützt vom Aktionsbündnis "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" (Pressemitteilung 12/09)

Auch die Bibliothek und Universität Konstanz setzen sich für eine Förderung von Open-Access-Publikationen ein.


Die Mitzeichnung der Petition ist auf dem Petitions-Servers des Deutschen Bundestags möglich: https://epetitionen.bundestag.de/.

Die Zeichnungsfrist endet am 22.12.2009.


Weitere Informationen zu Open Access finden Sie unter www.open-access.net



Kommentare 1 - 2 (von 2)

Anja Oberländer

anja.oberlaender(at)uni-konstanz.de

 
Freitag, 13-11-09 20:25
Nein, das Urheberrecht wird nicht mißachtet, ganz im Gegenteil. In der momentan gängigen Publikationspraxis gibt ein Autor praktisch alle Rechte an einen Verlag ab. Die Open-Access-Initiative setzt sich dafür ein, dass die Rechte bei den Autoren verbleiben.

Die Aufregung wegen google books ist entstanden, weil google ohne Einverständnis von Autoren oder Verlagen Bücher gescannt hat, etwas Open Access zu publizieren dagegen ist eine bewusste Entscheidung der Autoren selbst, hat also so nichts miteinander zu tun. Viele Autoren sind sehr daran interessiert ihre Publikationen frei zur Verfügung zu stellen, können dies aber nicht, weil ihre diesbezüglichen Rechte durch Verträge mit Verlagen eingeschränkt sind. Hier setzt sich die Open-Access-Initiative dafür ein, dass Autoren das Recht nicht abbedungen werden kann, ihre eigenen Publikationen auch noch anderweitig zu veröffentlichen.

Ihre Bedenken, dass eine Arbeit, die online erschienen ist sich nicht mehr gedruckt verkauft, kann ich entkräften. Sogar das Gegenteil ist in der Regel der Fall. Dadurch, dass eine Publikation auch online verfügbar ist, erhöhen sich sehr häufig die Verkaufszahlen der gedruckten Ausgabe, da so viel mehr Leute auf die Arbeit aufmerksam werden, sie gut finden und dann bei Interesse die Druckversion kaufen.
Ausführliche Informationen zu diesen und anderen Fragen rund um Open Access bietet die Informationsplattform open-access.net
Mit freundlichen Grüßen,
Anja Oberländer, Bibliothek der Uni Konstanz

  Freitag, 13-11-09 15:04
Wird hiermit nicht das Urheberrecht eklatant mißachtet?
Warum dann überhaupt die Aufregung wegen der Raubkopiererei von google?
Welcher Verlag druckt eine Arbeit, die sich jeder gratis aus dem Internet ziehen kann?

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