Über den sprachlichen Bereich hinausgehend konnten die Publikationen einiger Expeditions- und Erkundungsberichte erworben werden, welche die Hudson's Bay Society im 18. und 19. Jahrhundert durchführte: "Northern Quebec and Labrador journals and correspondence 1819 - 35" (Signatur: gsh 957:q/d19), "James Isham's Observations on Hudsons Bay, 1743 and notes and observations on a book entitled A voyage to Hudsons Bay in the Dobbs galley, 1749" (Signatur: gsh 957:q/i84); "Saskatchewan journals and correspondence" (Signatur: gsh 957:q/j64). Darin sind neben geographischen und ethnographischen Beobachtungen auch Angaben zu den Pflanzen und Tieren im Gebiet des mittleren Kanada zu finden.
Ein besonders prächtiges Exemplar ist der "First Annual report of the Bureau of Ethnology to the Secretary of the Smithsonian Institution 1879/80" (R 56/1322-1), der im Auftrag des Kongresses erstattet wurde: Der 603 S. dicke Report enthält eine Fülle von Berichten zu den Sitten und Gebräuchen der nordamerikanischen Indianer, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Tod und Bestattungswesen liegt - wohl wegen der Fremdartigkeit der Riten: Körperbestattung, Mumifizierung, Verbrennung, Totenhäuschen, Gerüst- und Baumbestattung, Kanubestattung sowie Totenopfer werden nicht nur geschildert, sondern auch mit Zeichnungen und ganzseitigen Lithographien eindrucksvoll illustriert!
Breiten Raum nimmt auch die Beschreibung und Abbildung der Zeichensprache ein, mit deren Hilfe sich Indianer unterschiedlicher sprachlicher Zugehörigkeit verständigen konnten, ohne dass einer die Sprache des anderen beherrschen musste.
Dr. Peter Christoph Wagner