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Bibliothek
31.07.2012
09:38

Diskussionen: Wie soll die Bib zukünftig aussehen?

So sicher nicht, aber vielleicht in diese Richtung? Das Saltire Centre der Glasgow Caledonian University. Bild: http://www.flickr.com/photos/edublogger/1277273719/ (Fotograph: Ewan McIntosh)

Im Juli hatten wir mehrfach die Gelegenheit, den Stand der Planungen für die zukünftige Bibliothek vorzustellen. Im Rahmen dieser Präsentationen entwickelten sich sehr spannende Diskussionen:

Eine erste Runde richtete sich v.a. an Studierende, insbesondere den AStA und die Fachschaften, die auch in großer Zahl vertreten waren. In dieser Runde fand auch die Grundidee der Sanierung Zustimmung, die Bib im bisherigen Stil zu sanieren und dabei die heutigen (und zukünftigen) Bedürfnisse zu berücksichtigen. Diese Grundidee wird auch von allen Projektbeteiligten (Vermögen und Bau, den planenden Architekten, der Uni mit Rektorat, Facility Management und Bibliothek) getragen.

Besonderes Interesse bestand natürlich an der Neugestaltung der studentischen Arbeitsplätze. Die Zahl der Plätze wird von vorher 1.050 nochmals deutlich ansteigen, wobei es verschiedenste Arbeitszonen geben wird:

  • Ruhearbeitszonen für einzelnes Arbeiten
  • Gruppenarbeitsräume zum kooperativen Lernen
  • Mischbereiche, in denen sowohl einzelnes als auch gemeinsames Lernen möglich ist
  • Entspannungszonen mit Sofas u.a. zum Lesen oder Erholen
  • Technisch besonders ausgerüstete Medienarbeitsplätze
  • Ein Lesecafé mit Zeitungen, Kaffee, Kinderecke etc. - dazu später mehr

Die gesamten Bibliotheksbereiche werden technisch auf den neuesten Stand gebracht. Dazu gehört die energetische Sanierung (z.B. der Beleuchtung) ebenso wie die flächendeckende, engmaschige Ausstattung mit WLAN. Die meisten Arbeitsplätze werden mit Steckdosen ausgerüstet sein, viele davon zusätzlich mit LAN-Dosen.

Die Diskussion mit den Studierenden drehte sich dann v.a. um Fragen der konkreten Ausstattung (Stichwort: Beamer, Monitore, Kensington Locks für Notebooks etc.) und allgemeiner Grundregeln (Taschen in der Bibliothek?). Wir haben viele Anregungen mitgenommen und bedanken uns bei allen für die angeregte Diskussion!

Die zweite Diskussion drehte sich im AKI (dem Senatsausschuss für Kommunikation und Information) auch um die technische Ausstattung der Bibliothek, aber auch um Fragen der flexiblen Raumgestaltung (z.B. in Computerpools) oder um die Verbesserung des Serviceniveaus. 

Geplant ist z.B. die Zusammenführung der Beratungsservices von Bibliothek und Rechenzentrum im Info-Zentrum. Dort sollen nach der Sanierung sowohl die bibliothekarischen Expert/innen als auch der Support des Rechenzentrums an einer Stelle Unterstützung geben können, wenn etwa der Zugriff auf die eLearning-Plattform oder elektronische Volltexte mal nicht funktioniert.

Alles in allem haben diese Diskussionen gezeigt, dass die Planungen auf dem richtigem Wege sind, gleichzeitig haben wir noch viele sinnvolle Anregungen bekommen.

Noch mehr Einfälle? Oder noch Fragen? Nur zu!

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  • 13 Comment(s)
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Karin U.
03.08.2012
13:51
Carrels im Ruhearbeitsbereich wären super! Man hat viel mehr Privatsphäre als an den langen Tischen, die es im J- und N-Bereich gibt. Außerdem kann man seine Arbeitsmaterialien mit der Abstellfläche viel besser organisieren.

Sowas meine ich: http://lis.luther.edu/files/images/carrel02.jpg
08.10.2012
16:40
mehr vereinzelte Arbeitsplätze
im Konzept steht ja auch etwas von verschiedenen Arbeitssituationen, die geschaffen werden sollen. Mich würde es freuen, wenn verstärkt in irgendwelchen Ecken zwischen den Regalen einzelne Arbeitsplätze eingerichtet werden. Der Zustand aktuell in der N-Bibliothek, wo viele Tische hintereinanderstehen, ist zwar wegen der Schließung notwendig, schadet aber dem wirklich konzentrierten Arbeiten, wenn man ständig 50 andere Leute vor sich hat. Natürlich kann man nicht beliebig viele verstreute Arbeitsplätze einrichten, aber lieber mehr als weniger :-)
Oliver Kohl-Frey
09.08.2012
09:50
Danke für den Hinweis, den wir gerne aufnehmen. Wir kennen den Bedarf an ruhigen Einzelarbeitsplätzen, die auch eine gewisse Privatsphäre bieten und werden dies in geeigneter Art und Weise zu realisieren versuchen.
08.10.2012
22:31
Ja, sehe ich genauso. Ferner sollte man auch überlegen, ob man nicht mehr Arbeitsplätze mit einer Steckdose für Laptops ausstattet. Denke ich an den G-Bereich der alten Bibliothek zurück, dann kann man durchaus feststellen, dass es dort einen massiven Mangel an Arbeitsplätzen mit Steckdose gab. Sicher ist es gut, wenn 'Ruhebereiche' geschaffen werden, in denen tragbare PCs/Macs nicht genutzt werden dürfen, allerdings war der Steckdosenmangel in G mehr als unangemessen.
Oliver Kohl-Frey
12.10.2012
16:43
Arbeitsplätze in den Buchbereichen
Ein Teil der Arbeitsplätze wird - wie vor der Schließung in den Buchbereichen G und S direkt bei den Beständen liegen. Da größere freie Flächen aber v.a. im Info-Zentrum und den Übergängen zwischen S und G liegen, werden auch dort zahlreiche Plätze entstehen. Insgesamt wird es also eine gute Durchmischung von Medienregalen und Arbeitsplätzen werden.
Niklas H.
28.08.2012
16:55
Whiteboards
Whiteboards oder Flipcharts an den Gruppenarbeitsplätzen wären auch toll. Mit mehr Geld in die Zukunft gedacht wären Smartboards natürlich noch besser, generell ist es aber schön, bei Gruppenarbeiten schnell mal groß etwas visualisieren zu können.
Ähnliche Arbeitsbereiche gibt es z.B. am Georgia Institute of Technology:http://librarycommons.gatech.edu/images/lec4big.jpg
Oliver Kohl-Frey
13.09.2012
12:23
Vielen Dank für den Hinweis zu Whiteboards & Co. Wir werden in den Arbeitsräumen eine entsprechende Infrastruktur einplanen, seien es nun Tafeln, Flipcharts, Whiteboards oder anderes.
Manuel K.
03.10.2012
02:55
umgestalteter Ruhebereich
1. Aus der positiven Erfahrung in anderen Universitätsbiblotheken (ua. Humboldt Universität Berlin, Stuttgart oder Tübingen) weiß ich, dass es sinvoll wäre und sehr zur Ruhe und Entspannung beiträgt, wenn man die Bücher in geschlossenen Räumen oder Abteilungen geordnet mit strikten Ruhebereichen unterbringt. So könnte man mit einem System von Trennwänden weitere kleine abgegrenzte Arbeits- und Ruhebereiche mit höchstens 5, 10 oder 20 Plätzen schaffen. Auch könnte man die Bücher thematisch und kategorisch den Arbeitsbereichen zuordnen, was die Suche auf bestimmte Räume beschränken würde statt diese auf die ganze Biblothek auszudenhnen.

2. Zudem sollte man strikte, baulich abgegrenzte Ruhebereiche mit Tür einrichten, in denen jeder Lärm, jede vermeidbare Störung und Laptopnutzung strikt untersagt ist und die zur konzentrierten Klausur- und Examensvorbereitung dienen.

3. Vorteilhaft wäre bei der Größe der Bibliothek auch eine dezentrale Anbringung der Computer und Suchterminals, so z.B. an beiden Enden der Bibliothek. Auch hierdurch würde der Lauf- und Suchaufwand und die allgemeine Unruhe verringert die allgemeine Ruhe hingegen gefördert.

4. Va. Erstsemestern der juristischen Fakultät vermissen in den ersten beiden Monaten schmerzlich eine Abkürungsliste mit den gängigsten juristischen Abküngen der Zeitschriften (so JuS, NJW, Palandt, HZ etc.) Ich kann mir vorstellen, dies könnte ihre Suche erheblich erleichtern, und sie wären nicht mehr darauf angewiesen umständlich andere Nutzer oder das Personal zu fragen. Eine solche Liste ließe sich leicht mit Hilfe von Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Abk%C3%BCrzungen_f%C3%BCr_Fachzeitschriften zusammenstellen, oder auf diesen Link an den Terminals hinweisen.

5. Ein großes Ärgernis ist für mich als Nutzer auch, dass Bücher von manchen Kommilitonen nur unzureichend oder selten wieder an ihren Platz gestellt werden. Mnanchmal beruht dies auf Zeitmangel, oder darauf, dass viele nach stundenlanger Arbeit schlicht "keine Lust mehr haben" die Bücher an ihren Platz stellen zu wollen. Wäre es möglich eine bestimmte Anzahl ausreichender Ablageeinrichtung z.B. einzurichten, wo die benutzten Bücher einfach und schnell abgelegt werden können, so dass ihre Kommilitonen ebenso einfach auf diese zugreifen können, ohne sie zuvor in der gesamten Bibliothek lesen zu müssen, sowie das Anbringen eines deutlichen Hinweises an den Ausgang und Arbeitsplätzen, dass Bücher wieder zurückgestellt werden sollten, um jene Kommilitonen an die Erfüllung ihrer Pflichten Nutzerpflichten zu erinnern?

6. In diesem Zusammenhang wäre es auch sinvoll, wenn in der Lehrbuchsammlung mehr aktuelle benötigte Bücher angeboten würden und vor allem der Bestand und das Angebot aktueller juristischer Lehrbücher vergrößert werden würde. Andere Universitäten haben neben der UB noch Präsenzseminare, so dass der aktuelle und wichtige Lehrbuchbestand bei ihnen etwa das doppelte, manchmal dreifache ggü. den Konstanzer Bestand beträgt, mit der Folge, dass auch in Zeiten von Klausuren und Hausarbeiten immer genügend Exemplare vorhanden sind, was wie ich mich erinnere in Konstanz nicht immer der Fall war und einen bei Hausarbeiten in unverschuldeten Zeitdruck bringen konnte.

7. Die Idee der Einrichtung eines Cafeteriazimmers klingt gut.
08.10.2012
16:34
wie am Krabbeltisch?
Bücher-Abstell-Plätze würden dann aber dazu führen, dass erst recht keiner mehr seine Bücher ins Regal zurückstellt und man dann „am Krabbeltisch“ seine Bücher zusammensuchen muss.
Oliver Kohl-Frey
12.10.2012
16:54
Versuch eines Kommentars
Vielen Dank für die umfängliche Stellungnahme! Zu den baurelevanten Themen will ich gleich Stellung nehmen, anderes folgt später...

zu 1. Die systematische, frei zugängliche Aufstellung werden wir auch in Zukunft beibehalten, das geht klar. Aufgrund der vorhandenen Flächen können wir aber keine kleinräumigere Aufteilung schaffen. Wir haben aber tatsächlich vor, auch mit mobilen Trennwänden zu arbeiten, um flexibel kleinere Zonen zu schaffen.

zu 2. Um den Bedarf an ruhigen Arbeitsplätzen zu decken, wird z.B. im Übergang zwischen S und G auf der Ebene 6 ein Lesesaal eingerichtet. Zudem werden v.a. auch die Plätze in G wieder ein sehr ruhiger Bereich werden. Notebookfreie Zonen sind bisher noch nicht vorgesehen; denkbar wäre das aber.

zu 3. Bibliotheks-Rechner werden in den Buchbereichen auch weiterhin an einigen wenige Stellen konzentriert sein. Hier geht es um die Balance zwischen "zentral genug" und "dezentral genug"...

zu 5. Das Rückstellen von nicht mehr benötigten Bänden war Pflicht, ist es derzeit und wird es auch in Zukunft sein. Nur so können wir erreichen, dass nicht mehr benötigte Bände möglichst rasch wieder zur Verfügung stehen und gefunden werden können - kein Krabbeltisch also.

zu 7. Freut mich, dass die Lerncafé-Idee ankommt!
Manuel K.
03.10.2012
03:04
Vorschläge für Abkürzungsliste
Vorschläge für mögliche Abkürzungs- und detaillierte Hinweisliste im Bereich J:

Abkürzungen der Zeitschriften (evt. mit Signaturangaben der Bände): EuZW, JuS, NJW, NStZ, NVwZ, NAZ, HZ, JZ, GOZ, FS, LK, MK, S/S,

Hinweis zu den Urteilsammlungen (Ebenenangabe): RGZ, BGHZ, BGHSt, BVerfG, sowie Angaben zu den Bundesgesetzblättern und den Standort der Festschriften und des Magazins
08.03.2013
12:54
Was brauchen wir ein Kaffee in der Bibliothek. Insbesondere, was haben Kinder in der Stätte der Bildung und des Lernens zu suchen.

Wir brauchen keinen Schicki-Micki-Schrott und keine kreischenden Nachzuchten, sondern einen passablen G-Bereich. Es ist ein Unding, daß die Fachbereiche mit dem normalerweise intensivsten Literaturbedarf am längsten warten müssen.
08.03.2013
12:55
corr.:

"Wir brauchen kein Kaffee..."

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