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Supervision nach themenzentrierter Interaktion

Februar 1995

Leitung: Dr. Monika Kuhn • Tel.: 0 75 31/88-21 49
Mitwirkende Studierende: Rainer Kehm, Suzanne Siek, Oliver Lange, Katharina Büsing
FG Psychologie, Sozialwissenschaftliche Fakultät • D44 • D-78457 Konstanz
Werkstattbericht
aus dem Anwendungsfach Pädagogische Psychologie / Fachgruppe Psychologie an der Universität Konstanz

Inhalt  •  Kapitel 1Kapitel 2Kapitel 3Kapitel 4Kapitel 5Kapitel 6Kapitel 7Anhang



Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1: Einleitung 1
Kapitel 2: Unser Vorgehen (Vorbereitung und Durchführung) 2
1. Zusammensetzung der Studentengruppe 2
2. Literaturrecherche 2
3. Erprobung verschiedener Supervisionsmodelle 3
4. Vermittlung an externe Zielgruppe 3
Kapitel 3: Darstellung der ausgewählten Methoden 4
1. Entscheidungsspiel 4
2. Anwärmen 6
     a) Ankommen 6
     b) Entspannen 7
3. Stufenmodell nach Lindner/Heigl-Evers 9
4. Selbstsupervision nach Kroeger (inkl. Handouts) 18
Kapitel 4: Theoretische Beiträge 22
1. Was ist Supervision? 22
     a) Einleitung: Allgemeine Gesichtspunkte 22
         Definitionen von Supervision 22
         Das Prinzip der Supervision 23
         Balance zwischen den arbeitsbezogenen und selbstbezogenen Bedürfnissen 23
         Supervision und Institution 23
     b) Einige Ziele in der Supervisionsarbeit 24
     c) Methodische Aspekte 25
         Aufbau von Vertrauen, Prozeß und Struktur 25
         Kommunikationslernen 25
         Der Gruppenleiter als Teilnehmer, Beobachter und Impulsgeber 25
2. Was ist Supervision? (Handout) 26
3. Was ist TZI? (Handout) 28
Kapitel 5: Erfahrung in der Erprobung mit Externen 30
1. Auswahl der Externen 30
2. Sitzungsverläufe 31
     a) Erste Sitzung am 10.01.1995 31
     b) Zweite Sitzung am 17.01.1995 32
     c) Dritte Sitzung am 24.01.1995 33
     d) Vierte Sitzung am 31.01.1995 33
3. Feedback der Externen 34
     a) Was hat Ihnen gefallen? 34
     b) Was könnten wir besser machen? 34
     c) Sonstige Bemerkungen 34
Kapitel 6: Literatur 35
1. Vorgehen 35
2. Kommentierte Literaturzusammenfassungen 36
3. Gesamte Literaturliste 47
     a) TZI-Supervision 47
     b) Allgemeine TZI-Literatur 50
     c) sontige Literatur 51
Kapitel 7: Was habe ich gelernt? 53
Rainer Kehm 53
Oliver Lange 54
Katharina Büsing 55
Suzanne Siek 56
Anhang

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Kapitel 1:
EINLEITUNG

Das Interesse der Berufstätigen im Sozialen Feld nach Supervision ist in den letzten Jahren sehr angestiegen. Auch die Bereitschaft vieler Träger, ihren Mitarbeitern Supervision in der Arbeitszeit zu gewähren und/oder diese zu finanzieren, läßt die Nachfrage nach qualifizierten SupervisorInnen steigen.

Mein eigenes jahrelanges Interesse an der "Themenzentrierten Interaktion" (TZI) von Ruth Cohn hat mich dazu bewegt, nach leicht vermittelbaren Supervisionsmodellen aus der TZI Ausschau zu halten und hierüber ein Fallseminar für Studenten im Anwendungsfach "Pädagogische Psychologie" anzubieten.

Das Ziel war, die einschlägige Literatur "Supervision nach TZI" zu durchforsten, ein leicht vermittelbares Modell auszuwählen, dies in der Studentengruppe zu erproben, um dann in der zweiten Hälfte des Semesters dieses Modell "Externen", d.h. im sozialen Feld Tätigen, anzubieten. Hierbei hatten wir uns das Ziel gesteckt, diesen Externen die ausgewählte Methode so zu vermitteln, daß sie sie gleich in ihrem eigenen Berufsalltag anwenden können.
Wie wir vorgegangen sind, ist im Kapitel 2 beschrieben. Die verschiedenen ausgewählten Methoden werden in Kapitel 3 dargestellt und zwar so, daß interessierte Leser in der Lage sein müßten, die Methode selbst anzuwenden. Kapitel 4 enthält den Versuch, kurz und zusammenfassend einige theoretische Grundlagen zu vermitteln. Im Kapitel 5 finden Sie unsere Erfahrungen in der Erprobung mit Externen, in Kapitel 6 die Ergebnisse unserer Literaturarbeit und ganz zum Schluß in Kapitel 7 die Stellungnahmen der einzelnen Studierenden, was sie während dieses Fallseminars gelernt haben.

Ich selbst habe gelernt, wie ungeheuer hilfreich es ist, strukturierte Methoden zur Hand zu haben, wenn es um so schwierige Dinge geht wie Fallbesprechungen, Konflikte mit Mitarbeitern oder das Verstehen von komplexen sozialen Situationen. Mich hat die Arbeit begeistert, sowohl die Vorbereitungsphase mit einem sehr kooperativen Studententeam, wie auch die Durchführungsphase mit hochmotivierten Profis aus den verschiedensten sozialen Einrichtungen, die uns das Gefühl gaben, sehr zu schätzen, was wir ihnen vermitteln wollten.


Die Zusammenstellung unserer Arbeit und Erfahrungen in diesem Werkstattbericht soll es anderen ermöglichen, eine leicht zu lernende Methode zur Verfügung zu haben, die sich in vielerlei Gruppen mit den unterschiedlichsten Problemfeldern anwenden läßt. Jede (auch leicht) zu erlernende Methode wird getragen von der professionellen Haltung dessen, der sie anwendet. Die Anwendung wiederum von verschiedenen Methoden sowie deren kritische Beurteilung im Einzelfall schafft Professionalität. Schritte in diese Richtung anzuregen und zu begleiten, sehe ich als Aufgaben der Fallseminare im Anwendungsfach Pädagogische Psychologie an.




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Kapitel 2:
UNSER VORGEHEN (VORBEREITUNG UND DURCHFÜHRUNG)

1. ZUSAMMENSETZUNG DER STUDENTENGRUPPE

Es fanden sich 4 StudentInnen, die aus den unterschiedlichsten Gründen Interesse am Thema Supervision nach TZI hatten. Alle hatten in der einen oder anderen Weise bereits Gruppen geleitet, in sozialen Gruppen mitgewirkt oder in einem Team gearbeitet. Katharina Büsing brachte bereits Erfahrungen aus ihrem Praktikum in einer Frühförderstelle mit. Sie hatte dort u. a. auch Fallbesprechungen im Team kennengelernt. Vom Fallseminar TZI-Supervision versprach sie sich vor allem das Wissen für eine differenziertere Herangehensweise an zukünftige Fallbearbeitungen.

Suzanne Siek konnte an Erfahrungen in der SMV-Arbeit am Gymnasium, an Jugendarbeit im evangelischen Jugendwerk, an Leitung von Jugendfreizeiten und an ihre Einzel- und Teamarbeit im Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie anknüpfen. Oliver Lange hatte während seines Zivildienstes bei der individuellen Betreuung Schwerstbehinderter bereits Erfahrung mit Supervision gesammelt. Er engagiert sich in einer Schwulengruppe und verfügt über Vorerfahrungen aus einer Selbsterfahrungsgruppe mit wechselnder Leitung durch die Gruppenteilnehmer. Rainer Kehm brachte Erfahrungen in Supervision und Gruppenleitung aus seiner Tätigkeit als Sozialpädagoge mit, darüberhinaus ebenfalls in der Einzel- und Teamarbeit aus einem Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die StudentInnen waren auch deshalb am Thema TZI-Supervision interessiert, weil sie sich "Handwerkszeug"; für ihre zukünftige Arbeit als DiplompsychologInnen versprachen.


2. LITERATURRECHERCHE

Frau Kuhn hatte bereits einige Vorarbeit geleistet und eine Literaturliste erstellt. Sie hatte darin Titel zur Supervision und zur Themenzentrierten Interaktion (TZI) aufgenommen. Daneben auch solche, bei denen eine Verbindung von Supervision und TZI bestand. Die Literatur wurde unter den StudentInnen gleichmäßig zur Durchsicht und Bearbeitung verteilt. Es wurden jedoch insgesamt nur eine Auswahl an Titeln aus dem Literaturverzeichnis bearbeitet. Jede/r StudentIn bereitete ihren/seinen Literaturteil anhand eines Literaturerfassungsbogens auf. Es wurden alle bearbeiteten Bücher und Artikel in der Gruppe vorgestellt und besprochen. Die gesamte Literaturliste befindet sich am Ende dieses Werkstattberichtes.



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3. ERPROBUNG VERSCHIEDENER SUPERVISIONSMODELLE

Von Anfang an standen drei verschiedene Supervisionsmodelle im Zentrum unseres Interesses:

a) Die Stufentechnik der Supervision von Wulf-Volker Lindner/Annelise Heigl-Evers
b) Das Modell (die Technik) der Selbstsupervision von Matthias Kroeger
c) Das Modell der TZI-Supervision von Sybille Ratsch und Helmut Reichert

Die einzelnen Supervisionsmodelle wurden von allen TeilnehmerInnen gelesen und anschließend gemeinsam besprochen, wobei von Sitzung zu Sitzung abwechselnd ein/e StudentIn die Leitung der Besprechung übernahm. Die beiden erstgenannten Modelle wurden innerhalb der Gruppe ausprobiert. Zur Besprechung der Texte von Heigl-Evers und Lindner wurde z. B. bereits die darin vorgestellte Stufentechnik der Supervision angewandt. Rainer Kehm brachte einen eigenen Supervisonsfall aus seiner Tätigkeit als Sozialpädagoge in einem Kinderheim ein, der mittels der Methode von Heigl-Evers bearbeitet wurde. Da auch gleichzeitig ein Supervisonsfall von Suzanne Siek eingebracht wurde, konnte umgehend das Entscheidungsspiel (siehe Kapitel 3.1)) praktisch erprobt werden. Mit einer Gruppe von Studierenden, die sich in der Vorbereitungsphase auf die schriftliche Fallklausur im Fach Pädagogische Psychologie befand, wurde das Modell von Lindner/Heigl-Evers noch einmal praktisch erprobt und die Erfahrungen zusammengetragen. Im Anschluß an die Erprobungsphase wurde von uns die Entscheidung darüber getroffen, welche Supervisonsmodelle wir an eine externe Zielgruppe vermitteln wollten. Diese Entscheidung fiel zugunsten eines kombinierten Stufenmodells der Supervision nach Lindner/Heigl-Evers und der Selbstsupervision nach Kroeger aus, da bei der Besprechung und Erprobung des 3. Modells von Ratsch und Reichert deutlich geworden war, daß die Anwendung desselben sowohl eine Ausbildung in Themenzentrierter Interaktion (TZI) als auch Erfahrung mit dieser Arbeitsmethode voraussetzt. Ein weiteres Modell von Raguse-Stauffer/Raguse wurde besprochen. Eine ausgearbeitete Üungsvorlage befindet sich im Anhang.

Basis für diese Entscheidung waren unsere Meta-Runden, die wir jeweils im Anschluß an unsere praktische Erprobung eines Modells in der Gruppe durchführten. Diese Meta-Runden liefen immer nach demselben Muster ab. Die Gruppenteilnehmer tauschten ihre Plätze, um aus der Teilnehmerrolle in eine kollegiale Mitarbeiterrolle zu wechseln.

Folgende Punkte sollten beachtet werden:

Über jede Sitzung wurde abwechselnd ein ausführliches Protokoll verfaßt.


4. VERMITTLUNG AN EXTERNE ZIELGRUPPE

Von Anfang an hatten wir geplant, unser erworbenes Wissen und unsere Erfahrungen mit den erarbeiteten Supervisonsmodellen in Form einer Fortbildungsveranstaltung an 4 Terminen im Januar 1995 an eine externe Zielgruppe weiterzuvermitteln.




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Kapitel 3:
DARSTELLUNG DER AUSGEWÄHLTEN METHODEN

1. ENTSCHEIDUNGSSPIEL

Ziele: Es soll zu Beginn einer Supervisionssitzung entschieden werden, wer welches Thema bearbeiten möchte.
Dauer: 10 bis 30 Minuten
Material: runder Tisch
Form: Plenum
Vorgehen: Jeder wird gebeten, zu überlegen, ob er/sie ein Thema hat, das er/sie in der Supervision bearbeiten möchte. Je nach Dringlichkeit/Wichtigkeit legt der/diejenige einen persönlichen Gegenstand (Uhr, Ring, Armband etc.) auf den Tisch.
Die Dringlichkeit/Wichtigkeit wird in der Entfernung des Gegenstandes zum Mittelpunkt ausgedrückt, so daß sehr dringliche Themen genau in die Mitte des Tisches zu legen sind, weniger dringliche mehr an den Rand. Die/der SupervisorIn fragt jedes mal nach, ob die Position so für den/die Betreffende/n stimmt.
Will jemand einen Gegenstand legen, so soll er/sie kurz in zwei, drei Sätzen das Thema schildern.
(Achtung: Nicht ausufern lassen!)
Darauf achten, daß jedeR der TeilnehmerInnen beachtet wird und die Chance hat, etwas auf den Tisch zu legen.
Haben mehrere Personen ihre Gegenstände gelegt, werden sie von der Supervisorin aufgefordert, untereinander, manchmal auch mit Hilfe der Gruppe, zu entscheiden, welches Thema als erstes bearbeitet wird. Ist Zeit für weitere Themen, wird die Reihenfolge der Bearbeitung gemeinsam bestimmt.
Instruktion: "Ich möchte Sie bitten, zu überlegen, ob Sie heute ein Thema in die Supervision einbringen möchten, das wir bearbeiten sollen. Vielleicht haben Sie ja schon eins mitgebracht, vielleicht hat es sich gerade im Moment erst ergeben. Ist es Ihnen sehr wichtig und dringlich, legen sie bitte einen persönlichen Gegenstand, der für das Thema steht, nahe zum Mittelpunkt des Tisches. Ist es Ihnen weniger wichtig, so legen Sie den Gegenstand näher zum Rand des Tisches. Bestimmen Sie die Position Ihres Gegenstandes in der Entfernung zum Mittelpunkt so, daß es für Sie stimmt."

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Bitte erläutern Sie kurz in wenigen Sätzen, um was es geht, damit wir alle Bescheid wissen und anschließend gemeinsam abwägen, welches Thema heute dran kommt."

Bei mehreren Themen:
"Wie können wir gemeinsam entscheiden, welches Thema wir als erstes behandeln?"
Kommentar: Diese Methode funktioniert erstaunlicherweise immer hervorragend. Die TeilnehmerInnen einigen sich meist untereinander zur Zufriedenheit aller. Falls keine Entscheidung zustandekommt, da zwei Themen gleichrangig nebeneinander stehen, ist es manchmal sinnvoll, die Gruppenmitglieder um Stellungnahmen zu bitten, dies kann durch kurze Kommentare geschehen wie auch dadurch, daß jedeR der TeilnehmerInnen selbst einen Gegenstand zu dem Thema legt, das ihn/sie heute am meisten interessiert.
Quelle: Dr. Monika Kuhn



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2. ANWÄRMEN

A) ANKOMMEN

Ziele: Entspannung, Konzentration, Ankommen, Themeneinstimmung, Bewußtmachen
Dauer: Zwischen 5 und 10 Minuten
Material: Keines
Form: Kleingruppe oder Plenum
Instruktion: Der Text kann beliebig variiert, erweitert oder auf andere Weise an die Einsatzsituation angepaßt werden.

Beispieltext: Ankommen

  • bequem und locker sitzen, beide Füße auf den Boden aufsetzen, wer möchte, darf die Augen dabei schließen,
  • nun achten wir auf unseren Atem, atmen einige Male tief ein und aus...
  • wir hören auf die Geräusche um uns herum...
  • und gehen mit unseren Gedanken noch einmal ein bißchen zurück zum heutigen Nachmittag/Morgen...
  • wie bin ich hergekommen?
  • wie habe ich mich gefühlt? - habe ich mich gefreut? - war ich angespannt?
  • welche Gedanken gingen mir durch den Kopf?
  • welche Erwartungen und Vorstellungen habe ich für die heutige Sitzung?
  • wie fühle ich mich jetzt? - bin ich schon hier angekommen oder bin ich in Gedanken noch woanders?
  • und dann kommen wir langsam hierher zurück, öffnen die Augen, wenn wir sie geschlossen hatten und strecken uns einmal richtig.
  • mag jemand sagen, wie es ihr/ihm jetzt geht?
Kommentar: Die/Der Vortragende sollte sich bei seinem Vorgehenstempo in die ZuhörerInnen einfühlen. Sowohl zu langsames, als auch zu schnelles Vorgehen wird von den TeilnehmerInnen negativ erlebt. Das "Ankommen" eignet sich gut für die ersten Sitzungen einer Fortbildungsveranstaltung, solange sich die Teilnehmer noch wenig kennen. Später kann zum "Entspannen" gewechselt werden. Sie finden eine Vorlage zum "Ankommen" im Anhang des Werkstattberichtes.

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B) ENTSPANNEN

Ziele: Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung wahrnehmen lernen; Konzentrationsfähigkeit verbessern sowie auf die kommende Sitzung vorbereiten; Zugang zu eigenen positiven Erlebnissen fördern
Dauer: ca. 8 Minuten (ohne Traumreise), ca. 13 Minuten (mit Traumreise)
Material: Keines
Form: Plenum
Vorgehen: Den Teilnehmern wird der Zusammenhang zwischen Entspannung und Konzentration erklärt. Ihnen wird freigestellt, dem Entspannungsangebot zu folgen oder diese kurze Zeit still dasitzend für sich zu genießen. Je nach verfügbarer Zeit kann das Entspannungstraining mit oder ohne Traumreise durchgeführt werden.
Instruktion: - mache es Dir auf Deinem Stuhl bequem
- achte darauf, daß beide Fußsohlen den Boden berühren
- wenn Du magst, schließe die Augen
- rufe Dir ins Bewußtsein, daß Du atmest
- atme ein paar Mal tief ein und jedes Mal, wenn Du ausatmest, sprich im Stillen das Wort "entspanne"
- konzentriere Dich jetzt auf Dein Gesicht und spüre die Spannung in Deinem Gesicht und um die Augen
- stelle Dir diese Spannungen bildlich vor, z. B. als geballte Faust
- und jetzt, stelle Dir weiter bildlich vor, wie sie lockerer und lockerer wird, bis sie sich wie ein leerer Handschuh anfühlt
- fühle, wie sich Dein Gesicht und Deine Augen entspannen
- fühle, wie sich die Entspannung wie eine Welle über Deinen ganzen Körper ausbreitet
- jetzt, presse die Augenlider fest aufeinander und spanne dabei Deine Gesichtsmuskeln - nun, entspanne sie wieder - und jetzt, spüre, wie sich die Entspannung Deinem ganzen Körper mitteilt
- nun, spüre langsam Deinen Körper, bis jeder Körperteil völlig entspannt ist - stelle Dir jedes Mal die Spannung bildlich vor und wie sie sich langsam löst...
      im Kiefer - im Hals - in den Schultern - im Rücken -
      in den Oberarmen - in den Unterarmen - in den
      Händen - in der Brust - im Bauch - im Unterleib - in
      den Oberschenken - in den Waden - in den Füßen
- so, wie Du Dich jetzt fühlst, ist es gut

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Traumreise

- stelle Dir vor, Du befindest Dich in einer schönen Gegend, wo immer es Dir gefällt
- male Dir in Deiner Vorstellung die Farben, die Geräusche und die Beschaffenheit dieser Landschaft in allen Einzelheiten aus
- stelle Dir einige Minuten vor, wie Du völlig gelöst an diesem Ort verweilst (Musik)

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- werde Dir ganz langsam wieder bewußt, daß Du Dich hier in diesem Raum befindest - öffne langsam wieder die Augen, falls Du sie geschlossen hattest.
- atme tief ein und strecke Dich
- vielleicht bist Du jetzt bereit, aufmerksam dem heutigen Nachmittag/Morgen beizuwohnen
Kommentar: Es hat sich bewährt, die Entspannungsübung nur als Möglichkeit, nicht als Verpflichtung, anzubieten. Das "Entspannen"; sollte nicht zu Beginn einer Fortbildungsveranstaltung, solange sich die Teilnehmer noch kaum kennen, eingesetzt werden. Es empfiehlt sich mit dem "Ankommen"; zu beginnen und erst in späteren Sitzungen zum "Entspannen"; zu wechseln. Sie finden eine Vorlage zum "Entspannen"; im Anhang des Werkstattberichtes.
Literatur: Simonton, Carl, Matthews-Simonton, Stephanie, Creighton, James: Wieder gesund werden. Eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte
Reinbek: Rowohlt, 1987



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3. STUFENMODEL NACH LINDNER/HEIGL-EVERS

Ziele: Verstehen üben, vertiefen, verbreitern, in lernzielorientierten Arbeitsgruppen
(Verstehen = Vorgang, der Wahrnehmung, Gefühle, Einfälle und rationale Schlußbildung umfaßt)
Dauer:
  • 0. Stufe: Eingeben des Themas (Text lesen, Band vorspielen, Problem schildern): 5 - 10 Minuten
  • 1. Stufe: 15 - 20 Minuten für Sammeln der "Wahrnehmungen"
  • 2. Stufe: 15 - 20 Minuten für Sammeln der "Gefühle"
  • 3. Stufe: 15 - 20 Minuten für Sammeln der "Einfälle"
    eventuell hier eine PAUSE
  • 4. Stufe : 20-30 Minuten für die Schlußbildung
  • 5. Stufe : 20-30 Minuten für die Interventionsvorschläge
Material:
  1. Material, das bearbeitet wird:
    • durch Tonband oder Protokolle vermittelte Interaktionsprozesse
    • Problemstellungen
    • Texte
    • Problematische Situation aus dem Alltag oder der Arbeitssituation
  2. Material, das benötigt wird:
    • Tafel oder Wandelemente aus Metaplan oder Wandzeitungen
    • bunte Kreide/Filzstifte
    • falls Metaplan, dann Karten in fünf verschiedenen Farben
    • Pinnadeln oder Klebestift
Form: Plenum oder mehrere Kleingruppen simultan
Vorgehen: Aufgaben des/der Leiters/in:
  • führt in die Arbeitsziele dieser Methode ein
  • nennt eigene Ziele konkret, kurz und bündig
  • erläutert die Methode
  • wirbt um Mitarbeit
  • achtet darauf, daß die Arbeitsziele eingehalten werden
  • achtet weniger auf den Inhalt des Themas, mehr auf die Gruppe
  • 0. Stufe: Thema wird der Gruppe vorgestellt.
  • 1. Stufe: Sammeln der "Wahrnehmungen"
    • Es werden "Wahrnehmungen" gesammelt, beim Hören eines Vortrages also nur "Gehörtes", beim Ansehen eines Films auch "Gesehenes".
    • Vollständigkeit ist nicht erforderlich.
    • Achtung: Nur "Wahrnehmungen"!

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  • 2. Stufe: Sammeln der "Gefühle"
    • Darauf achten, daß alle möglichen, auch unklare und widersprüchliche Gefühle benannt werden können.
    • Es gibt keine "richtigen" oder "falschen" Gefühle! Daher rechthaberische Debatten vermeiden!
    • Das ußern von Gefühlen ist bei vielen angstbesetzt, daher ist der/die LeiterIn zu besonderer Behutsamkeit verpflichtet.
    • Beim "Üerschwappen" der Gefühle in der Gruppe sollte der/die LeiterIn sich nicht beunruhigen lassen, sondern sie einfach aufnehmen.
  • 3. Stufe: Sammeln der "Einfälle"
    • Manche Einfälle können Unruhe, Peinlichkeitsgefühle o.ä. in der Gruppe auslösen. Der/die LeiterIn kann dies durch sein/ihr zulassendes und gewährendes Verhalten auffangen.
    • Kein Einfall ist von vornherein unmöglich!
  • 4. Stufe: Schlußbildung
    • die benutzten Bausteine sollten optisch mit Farben gekennzeichnet werden
    • Ziel hier: nicht möglichst viele Schlüsse zu ziehen, sondern möglichst gründlich!
    • zunächst werden Schlußbildungen als Arbeitshypothesen geäußert
    • der/die LeiterIn sollte anregen, nachzusehen, ob aus den Bausteinen "Wahrnehmung", "Erleben", "Einfälle" etwas zu finden ist, das die Hypothese belegen kann.
    • jeder Schluß ist möglich, er sollte nur belegt werden.
    • falls in einer eingearbeiteten Gruppe jeweils bestimmte Schlußbildungen bevorzugt werden, andere mögliche Schlüsse jedoch unter den Tisch fallen, sollte der/die LeiterIn beachten, daß dies ein Hinweis auf eine wichtige Spur sein kann oder aber auch ein Hinweis auf Vorurteile
  • 5. Stufe: Interventionen
    • aus den vorangehenden Schlußbildungen und Interpretationen des Ist-Zustandes sollen nun mögliche Handlungsansätze und -alternativen erarbeitet werden.
Instruktion: "Ich möchte Ihnen heute ein Gruppenarbeits-Modell vorstellen, das ursprünglich aus der Supervisionssituation in der Ausbildung von Psychotherapeuten stammt. Mit diesem Modell können Texte, Fälle oder Situationen, die einem in der Arbeit Probleme bereiten, bearbeitet werden. Nach diesem Modell möchte ich heute mit Ihnen zusammen ein Märchen/einen Fall etc. besprechen. Es ist eine Gruppenmethode die folgendes Lernziel hat: Verstehen soll geübt werden. Verstehen ist nach unseren Erfahrungen immer aus verschiedenen "Bausteinen" zusammengesetzt: Erstens aus dem, was wir hören und wahrnehmen und zweitens aus unseren Gefühlen. Wenn ich etwas höre und sehe, ist dies von Gefühlen begleitet und löst in mir Einfälle aus, erinnert mich an bereits Erlebtes, Gesehenes, Gelesenes. Jeden Tag können wir die Erfahrung machen, wie schnell sich Einfälle einstellen und unser Verstehen bestimmen. Unser Verständnis von dem Wahrgenommenen ist also Ergebnis des Zusammenspiels

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dieser drei Elemente, Wahrnehmungen, Gefühle und Einfälle. Im Alltag sind oft schnelle Entscheidungen gefragt und wir haben keine Zeit diese "Bausteine" Wahrnehmung, Erleben und Einfälle voneinander zu trennen. Sie sind ineinander verwoben. Nur wenn wir darüber nachdenken, sind sie von einander zu scheiden und ist ihre Beteiligung am rationalen Schlußbildungsprozeß zu bemerken. Da es uns in diesem Gruppenarbeits-Modell aber gerade darum geht, Verstehen zu üben, wollen wir aus didaktischen Gründen den Verstehensprozeß auseinanderlegen. Denn nur wenn ich die Elemente des Verstehensprozesses kenne, kann ich sie auch überprüfen und üben und so vielleicht Mißverständnisse und Fehlschlüsse vermeiden. Um mit dieser Methode das Verstehen zu üben, werden wir uns die Bausteine also einzeln vornehmen und sie erst abschließend wieder zu einem Ganzen zusammenfügen. Ich stelle Ihnen jetzt unsere Arbeitsschritte vor, werde Ihnen aber nachher vor den einzelnen Schritten auch noch mal eine Einführung geben.

1. Ich möchte Sie als erstes anregen, etwa 15 bis 20 Minuten lang, mit mir und den anderen zusammen all das zusammenzutragen, was Sie wahrgenommen, also gehört und gesehen haben. Wir werden zunächst alle Wahrnehmungen sammeln , wichtige und weniger wichtige; sortieren können wir später. Dann können wir aufgrund des größeren Überblicks viel besser beurteilen, was für uns wichtig ist und was nicht und außerdem würde vor lauter Abwägen unsere Produktivität auf der Strecke bleiben.

Unsere Beiträge werden wir alle in Stichworten und gut leserlich auf gelbe Kärtchen schreiben, die ich Ihnen nachher austeilen werde. Nach einer ersten Schreibphase von ca. 5 bis 10 Minuten werden wir die Kärtchen zusammentragen. Wer möchte, wird eines seiner Kärtchen laut vorlesen und ich werde es dann an die gewüschte Position auf unserer Stellwand anbringen. Dann können alle Teilnehmer so nach und nach Ihre Kärtchen beitragen.

2. Nach etwa 15 bis 20 Minuten, oder aber auch schon früher, wenn wir meinen, daß wir ausreichend viele Wahrnehmungen zusammengetragen haben, werde ich Ihnen eine erneute Anregung geben und Sie bitten, das Erleben, die Gefühle, die sich einstellten, während Sie vorhin zuhörten, diesmal auf rote Kärtchen zu schreiben. Auch hier wird erst alles gesammelt und erst in einem späteren Schritt ausgewählt. Wichtig ist, hier sind alle Gefühle erlaubt, es gibt also keine "richtigen" oder "falschen" Gefühle.

3. Wenn wir dies 15 bis 20 Minuten getan haben, werde ich Ihnen eine dritte Anregung geben und Sie auffordern, die Einfälle und Assoziationen, also das, was Ihnen beim Zuhören so durch den Kopf gegangen ist, was Ihnen dazu eingefallen ist auf grüne Kärtchen zu schreiben.

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Wenn wir unsere Einfälle dann in gleicher Weise wie unsere Wahrnehmungen und unser Erleben zusammengetragen haben, können wir dazu übergehen, das Material, das wir auf der Pinnwand vorfinden, zu sichten. Sie werden bemerken, daß wir eine Fülle von Material zusammentragen können. Wir werden im Prozeß des Zusammentragens weiterhin bemerken, welchen Vorteil es hat, dies in einer Gruppe zu tun, denn zusammen werden wir produktiver als allein sein. Meine Aufgabe wird darin bestehen, die einzelnen Schritte zu erklären, Fragen zu beantworten und der Gruppe zu helfen, zunächst bei den Wahrnehmungen, dann bei den Gefühlen und zuletzt bei den Einfällen zu bleiben (was nicht immer einfach ist und einiger Übung bedarf).

(Wenn wir dann noch Zeit und Lust haben, können wir anschließend zu den beiden letzten Phasen 4. und 5. übergehen. Hier werden dann auf der Basis der ersten drei Stufen Schlußfolgerungen gezogen und als letzter Schritt Interventionsmöglichkeiten für ein weiteres Vorgehen entwickelt).

Ich hoffe, daß ich dieses Gruppenarbeits-Modell Ihnen einführend ein wenig verständlich machen konnte. Ich denke, wenn wir einfach einmal damit anfangen, kann sich mit der Zeit jedeR ein Bild davon machen, was es heißt mit dieser Methode zu arbeiten und kann später für sich entscheiden, ob diese Methode ihm/ihr geeignet erscheint, um sie auch einmal selbst mit einer Gruppe anzuwenden. Wenn wir jetzt das Märchen, den Fall etc. gehört haben, werde ich Ihnen die Einführung in die dann folgende erste Stufe noch einmal geben."

zum 1. Durchgang "Wahrnehmungen"

"Ich möchte Sie anregen, jetzt aufzuschreiben und zusammenzutragen, was Ihnen beim Hören (Ansehen) aufgefallen ist. Ich möchte Sie weiter anregen, im Augenblick nur das zu sammeln, was Sie wirklich gehört und gesehen haben.

zum 2. Durchgang "Gefühle"

Ich möchte Sie jetzt anregen, auf die Kärtchen zu schreiben, was Sie beim Hören (Ansehen) des ... gefühlt und erlebt haben. Wir werden gleich miteinander erleben, daß es gar nicht so leicht ist, Gefühle zu benennen. Ich denke aber, daß wir es zusammen leichter als allein können. Nach unseren Erfahrungen ist das Aussprechen und noch viel mehr das deutliche Benennen von Gefühlen für viele Menschen sehr schwierig. Dafür gibt es verschiedene Ursachen, u.a. die in unserer Kultur überwiegende Tendenz, über Gefühle lieber zu schweigen. Dies schlägt sich dann in der weit verbreiteten Unfähigkeit nieder, Gefühle benennen, beschreiben und plastisch ausdrücken zu können."


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zum 3. Durchgang "Einfälle"

"Ich möchte Sie nun anregen, alle Einfälle - seien es noch so kleine und scheinbar unwichtige - aufzuschreiben, die Sie vorhin gehabt haben oder die Ihnen inzwischen noch gekommen sind. Vielleicht erinnerte Sie das Gehörte/Gesehene an etwas, was Sie schon mal erlebt, gehört, gelesen haben."

zum 4. Durchgang "Schlußbildung"

"Wir haben sehr viel Material, sehr viele Bausteine zusammengetragen. Nun möchte ich Sie anregen, dieses Material zu verwerten und zu versuchen, Wahrnehmungen, Erleben und Einfälle miteinander zu verknüpfen. Es sind unzählige Schlußbildungen möglich. Bitte versuchen Sie es einmal."

zum 5. Durchgang "Interventionen";

"Im letzten Schritt wollen wir nun versuchen, aus den vorhergehenden Phasen, vor allem aus der Stufe 4 (Schlußbildungsphase) Interventionen, also Handlungsmöglichkeiten für diese Situation, zu entwickeln.";

Kommentar: Störungen vermeiden, z.B. durch Beachten folgender Punkte:
  • beim Abspielen von Bändern muß die Qualität gut sein
  • frei vorgetragene Protokolle müssen vorbereitet sein
  • Texte sollten nicht zu lang sein, akustisch verständlich vorgetragen werden

Darauf achten, daß nicht voreilig Schlüsse gezogen werden!
Fremdbeispiele eignen sich gut, um die Gruppe bei Widerständen wieder an die Aufgabe heranzuführen.

Widerstände gegen diese Art von Arbeit ergeben sich besonders bei folgenden Gruppen:

  • Studenten, die dieses Vorgehen als einschränkend erleben und daher direkt oder indirekt protestieren
  • Gruppen, die wenig Erfahrung mit thematisch ausgerichteten und lernzielorientierten Arbeitsmethoden haben
  • Gruppen, in denen starke Autoritäts - und Konkurrenzprobleme vorhanden sind und diese an der Methode auslassen, so daß die Kooperationsbereitschaft zeitweilig getrübt wird

Es empfiehlt sich, zu Beginn zu fragen, welche Vorerfahrungen in der Gruppe bestehen.


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Vorteile des Modells:
  • sehr schützend
  • fest strukturiert
  • nutzt den Leistungsvorteil in der Gruppe
  • regt an zu Wettkampf, produktivem Konkurrieren
  • fördert die Kreativität
  • Wahrnehmung wird geschärft
  • Gefühle können genauer beschrieben werden
  • Einfälle können deutlicher ausgesprochen werden
  • das Aufzeichnen aller Voten ohne Auswahl bewirkt, daß sich die Teilnehmer ernstgenommen fühlen, das bedeutet eine große Bestätigung
  • die Erfahrung, daß auch peinliche oder angstbesetzte Einfälle geäußert werden können
  • daß die eigenen Voten bald in der Anonymität der anderen verschwinden

Vorteil gegenüber der Balint-Methode:

  • Persönliche Dinge können ausgesprochen und diskutiert werden, ohne ad personam abgehandelt zu werden.Dies ist letzlich der große Schutz dieser Arbeitsmethode.
  • die Methode ist leicht zu lernen und bald selbstständig zu handhaben
  • mit der Moderation kann schon nach der ersten Sitzung gewechselt werden
  • das Modell kann auch nach 2 - 3 Sitzungen schon ohne GruppenleiterIn durchgeführt werden
  • Der/die GruppenleiterIn kann das Modell mit mehreren Kleingruppen simultan üben. Wichtig hierbei ist, daß danach genügend Zeit für eine Aussprache mit dem/der GruppenleiterIn gegeben ist.
Nachteile des Modells:
  • ein längerer Gebrauch des Modells kann zu einem Aufstau von nicht bearbeiteten Konflikten führen
  • dem wird so begegnet, daß nach 5 - 6 Sitzungen ein weniger strukturiertes Gespräch geführt wird, das sich mehr den Beziehungen der Teilnehmenden widmet
  • massive Beziehungsprobleme der Teilnehmenden untereinander können in diesem Gruppenarbeitsmodell nicht aufgearbeitet werden
Zusätzliche Kommentare, die sich aus unserer eigenen Anwendung ergeben haben:
  • Ziel: Schulung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • bei Einführung evtl. in erster Sitzung neutrales Material bearbeiten, z.B. ein Märchen
  • Methode soll vor zu starker Identifikation mit dem/der LeiterIn oder dem/der BerichterstatterIn schützen
  • Während dem Bericht sollen keine Zwischenfragen gestellt werden, um den/die BerichterstatterIn nicht zu stören.
    Auch nach dem Bericht nur Verständnisfragen, keine Diskussion.

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  • Wenn Diskussionsbedarf besteht können TeilnehmerInnen z.B. "Diskussionspunkte"; vergeben und diese auf die entsprechenden Kärtchen an der Pinnwand kleben, die Diskussion wird aber erst nach Abschluß der Stufen geführt (man untergräbt sonst das sorgfältig aufbauende System der Methode und auch das "sich alle Lösungswege offenhalten".
  • Wichtig ist, daß der/die BericherstatterIn als Person im Mittelpunkt steht und nicht der Fall, über den er/sie berichtet (dh. der/die LeiterIn sollte darauf achten,daß weder der/die BerichterstatterIn noch die Gruppe anfangen,über die Personen XY aus dem Bericht zu spekulieren. Die Aufmerksamkeit sollte beim/bei der BerichterstatterIn in der geschilderten Situation bleiben).
  • Während schon Kärtchen vorgelesen und vom/von der LeiterIn an die (vom/von der TeilnehmerIn) gewünschte Position gepinnt werden, können immer noch Kärtchen geschrieben oder umgeschrieben werden.
  • Wichtig: Verzicht auf Kommentar und Wertung bezügl. des Berichtes und der Beiträge der TeilnehmerInnen.
  • vor allem bei Stufe 2: es gibt keine richtigen und falschen Gefühle
  • Unterscheidung von Wahrnehmungen, Gefühlen und Einfällen oder Interpretationen fällt vor allem am Anfang oft schwer. Wenn in diesem Sinne "unpassende" Beiträge kommen, die eigentlich in eine andere Stufe gehören, kann man dies ruhig sagen, jedoch mit dem Ziel der Gruppe zu helfen dies unterscheiden zu lernen und nicht den/die entsprechende/n TeilnehmerIn strafend zurechtzuweisen. Man kann die Karte z.B. mit dem Einverständnis des/der TeilnehmerIn in die richtige Stufe, dh. an die andere Stellwand pinnen oder die Karte aufheben lassen und sie dann in der entsprechenden Stufe auf ein Kärtchen der richtigen Farbe schreiben lassen.
  • es ist oft sinnvoll, die Kärtchen pro Stufe auf je drei pro TeilnehmerIn zu beschränken, sonst wird es leicht zäh und vieles wiederholt sich
  • es empfiehlt sich die Karten nach inhaltlicher hnlichkeit unter- oder nebeneinander an die Pinnwand zu pinnen, sodaß eine gewisse Ordnung entsteht
  • wichtig ist, daß jede Stufe durch verschiedenfarbige Kärtchen gekennzeichnet ist
  • die obengenannten Zeitangaben beziehen sich auf AnfängerInnen, geübte Gruppen brauchen etwas weniger Zeit
  • Wichtig: Abschließendes Vorgehen
    Nach Abschluß der fünf Stufen wird der/die BerichterstatterIn gebeten, sich noch einmal das gesammelte Material anzuschauen und wenn er/sie es möchte diejenigen Aspekte/Kärtchen zu benennen, mit denen er/sie etwas anfangen kann, z.B. vertraute, neue, wichtige, überraschende Aspekte.
    Achtung! Kein Erwartungsdruck aufbauen, die Gruppe sei hilfreich gewesen, dies kann allein der/die BerichterstatterIn für sich entscheiden.
    Abschließend kann man ihn/sie noch fragen, ob er noch etwas braucht, noch etwas mitteilen will und wie es ihm/ihr mit der Methode ergangen ist.
    Ein oft dankbar angenommenes Angebot ist auch, daß der/die BerichterstatterIn sich Kärtchen von den Pinnwänden nehmen darf, die er/sie gerne behalten möchte.

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Kommentar zum Gruppenleiten allgemein:
  • gute, produktive Stimmung herstellen, ermutigen, motivieren
  • Beiträge der TeilnehmerInnen annehmen
  • zwar auf Einhaltung der Regeln achten, aber nicht pedantisch und ohne persönlich zu verletzen (z.B. allgemein formulieren: "Es ist besser, wenn wir jetzt noch nicht diskutieren")
  • Regeln immer wieder begründen, auch offen sein für nderungsvorschläge, mit der Gruppe das Für und Wider abwägen. Denn nur wenn auch die Gruppe hinter den Regeln steht, sind sie umzusetzten.
  • Störungen nicht ignorieren, sondern sich bewußt machen und überlegen, wie man darauf reagieren will, evtl. der Gruppe einfach mitteilen, daß man sie wahrgenommen hat.
  • Einführung in das Modell soll klar aber nicht zu lang sein, wichtig ist das "Erfahren" der Arbeit mit dem Modell.
  • Kritik nicht als persönliche Kränkung auffassen, sondern offen aufnehmen, es zeugt von aktiver Auseinandersetzung mit dem Modell und unserer Arbeit, wenn Teilnehmer Kritik üben und kann uns oft mehr weiterhelfen als oberflächliches Lob.
  • deutlich sprechen, "hinstehen" können, zu seiner Rolle als Leiter stehen
  • Teilnahme des/der LeiterIn an der Gruppenarbeit, (ebenfalls Kärtchen schreiben und einbringen), schafft Teamatmosphäre
  • Nach unserer Erfahrung ist es für alle Beteiligten angenehm, wenn man zu zweit leitet. Man kann sich bei der Einführung in die Phasen abwechseln, eine/r führt das Gruppengespräch der/die andere kann dann jeweils das Anpinnen oder -kleben der Kärtchen übernehmen. So ist immer einer mit der Aufmerksamkeit bei den TeilnehmerInnen. Es fällt auch leichter, auf die Zeit zu achten und man kann sich gegenseitig ergänzen. Vor allem für ungeübte LeiterInnen ist dies angenehm. Es braucht natürlich etwas Zeit, um sich aufeinander einzustellen.
  • Zurechtweisendes Verhalten vermeiden, dies beeinträchtigt die Motivation der TeilnehmerInnen, sich auf die Methode einzulassen.

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Quelle:
Lindner, W.-V.: Kreative Gruppenarbeit nach dem Göttinger Stufenmodell. Eine Anleitung zur Arbeit an Texten, zur Vorbereitung und Nacharbeit von Predigten, Unterrichtsstunden und anderen Projekten in Gruppen unterschiedlichster Art.
In: Werkstatt Predigt
(1974), 10, S. 2-14.
Heigl-Evers, Annelise: Die Stufentechik der Supervision - eine Methode zum Erlernen der psychoanalytischen Beobachtung- und Schlußbildungsmethode im Rahmen der angewandten Psychoanalyse
In: Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik
(1975) , 9, S. 43-54.



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4. SELBSTSUPERVISION NACH KROEGER

Ziele:
  1. Eigene Arbeit ohne Hilfe klären, sie durchsichtig machen
  2. Selbstsupervision von Einzel- und Beratungsgesprächen
  3. Personenbeziehungen klären (in der Nachbereitung)
  4. Anwesenheit/Fehlen von Themen deutlich werden lassen
  5. Prozeßanalyse durch das Grundraster der TZI:
    Ich/Wir /Thema/Struktur
Dauer: 10 bis 30 Minuten pro Kategorie
Material:
  1. Material, das bearbeitet wird:
    • gelungene Stunden oder Sitzungen
    • nicht gelungene Stunden oder Sitzungen
  2. Material, das benötigt wird:
    • DIN-A4-Blatt mit vier Spalten, Stifte oder
    • vier einzelne Blätter mit den Überschriften:
      "Ich"      "Wir"      "Thema"      "Struktur"
      oder
    • Handouts: "Ich "      "Wir"      "Thema"      "Struktur"
Form:
  • Einzelarbeit, d.h. jeder für sich
    (gleichgültig, ob LeiterIn oder TeilnehmerIn einer Gruppe),
  • später eventuell Vergleich in der Gruppe
Vorgehen:
  • Es wird aus der Erinnerung zu den einzelnen Spalten
  • aufnotiert, was einem zu einer ganz bestimmten, ausgewählten Situation einfällt.
  • Man beginnt am besten dort, "wo einem das Herz und Gefühl überläuft".

ICH:

  1. Wie erging es meinem Ich als LeiterIn/TeilnehmerIn in dieser Sitzung?
    • Davor (bei der Vorbereitung)?
    • Zwei Minuten vor Beginn?
    • Bei der Einleitung/Einführung?
    • Fühlte ich mich wohl? Offen? Körperlich entspannt?
    • Wie war meine Stimmungskurve während der Stunde?
    • Wie fühlte ich mich nach der Sitzung?
  2. Wie ging es meinem Ich mit den anderen?
    • mit Einzelnen?
    • mit der Gruppe als Ganzer?
  3. Wie ging es meinem Ich mit dem Thema?
    War es schön? Lastend? Zäh? Ergiebig?

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  1. Wie ging es meinem Ich mit der Struktur?
    (L = LeiterIn; T=TeilnehmerIn)
    L: War ich selber gern in der von mir vorgegebenen Struktur?
    L: Wäre ich als TeilnehmerIn gern in ihr gewesen?
    L: Habe ich sie nur den anderen verordnet und mich als LeiterIn herausgehalten?
    T: Wie ging es mir als TeilnehmerIn mit der Struktur?

Dies alles nur anschauen, bewußtmachen, aufschreiben; nichts verändern, nichts tadeln, nur erinnern und wahrnehmen. WIR:
Wie habe ich die Menschen in der Gruppe erlebt?

  1. Betrachtung von Einzelnen (oder auch solchen, die fehlten):
    man schreibt einige Namen auf die Gruppenliste:
    • Wie wirkte er/sie?
    • Fühlte er/sie sich wohl? Abgelenkt? Interessiert? Isoliert?
    • Wie wirkte sein/ihr Gesichtsausdruck?
    • Wie würde er/sie die erlebte Stunde beschreiben?
      Zufrieden? Beteiligt? Welche Kritik?
    • Wie fühlten sich einige TeilnehmerInnen
      a) in sich? (ICH)
      b) mit den anderen? (WIR)
      c) mit dem Stoff? (THEMA)
      d) mit der Struktur? (STRUKTUR)
  2. Betrachtung der Gesamtgruppe:
    • Wie war das Klima?
    • Der Verlauf des Gruppenflusses?
    • Die Gesamtatmosphäre?
      Wodurch entstand sie?
      War sie hinderlich? Förderlich? Wem?

THEMA:

  • Wie lautete das Thema?
  • Wie hat es auf mich und die anderen in dieser Form gewirkt?
  • Wie wurde es eingeleitet?
  • Wie hat es sich entwickelt?
  • Welche Elemente kamen zur Sprache?
  • Welche Elemente wurden unterbelichtet, übergangen, abgelehnt, blieben unerklärt?
  • Was würde der/die AutorIn/BerichterstatterIn zu unserer Wiedergabe seiner Meinung sagen?
  • Würde ihm etwas fehlen?
  • Würde er sich verstanden fühlen?
  • Was lehnen die TeilnehmerInnen (oder der/die LeiterIn selber) in dieser Aufgabe ab und nehmen es deshalb nicht wahr?
  • Was ist das Neue, der Kern der Erfahrung oder der Information, die ICH als LeiterIn im Thema sah, und der Gruppe zumuten wollte?
  • Wie würde wohl HerrX/FrauY (das WIR) die Themenseite der Stunde erfahren?

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STRUKTUR:
Die Abfolge der verwendeten oder spontan entstandenen/ungeplanten Strukturformen werden notiert.
  • LeiterInneneinführung oder allgemeine Runde
  • Schweigen, dessen Einleitung
  • Kleingruppen
  • mittlere Gruppen
  • Plenum
  • Einzelarbeit
  • Zeiteinteilung u.a.

War die Struktur helfend? Lähmend? Anregend?

Kommentar:
  • Erfahrungsgemäß macht es den TeilnehmerInnen oft Schwierigkeiten, wo manche Beobachtungen eingeordnet werden sollen.
  • Empfehlung: An ein bis drei Tagen nur das Ich-Protokoll zu üben, dann nach Belieben das Wir oder Thema-Protokoll und erst danach gleichzeitig das Ich+Wir+Thema+Struktur-Protokoll. Oder aber, man bearbeitet erst mal das, was einem spontan einfällt, um am Schluß nicht zu erlahmen.
Kommentar aus eigener Anwendung/Erfahrung:
  • Methode ermöglicht eine gute Form der Auseinandersetzung mit dem Gruppenprozeß
  • ermöglicht umfassende Betrachtungsweise
  • alle Anteile der Gruppensituation bekommen ihr Recht
  • Methode bedarf großer Selbstdisziplin, vor allem bei AnfängerInnen
  • Dauer 30-120 Min. je nach Übung
  • Bei einer Einführung darauf hinweisen, daß nicht alle Fragen beantwortet werden müssen, z.B. als Einstieg nur das ICH und WIR bearbeiten.
  • Angebot machen, die Bearbeitung bei der nächsten Sitzung in der Gruppe zu besprechen, um Fragen zu klären, aber auch um zu zeigen, wie ergiebig die Methode sein kann.
  • Es kann sehr interessant sein, sich einige Inhalte gegenseitig mitzuteilen, z.B. die Einschätzungen, wie die anderen die letzte Sitzung erlebt haben.
  • Anwendung:
    • Nacharbeitung von Konfliktsituationen
    • Bearbeitungen von Spannungen in der Gruppe
    • in Reflexionsgruppen
    • Leiterinstrument in Gruppensitzungen, zur Eigenreflexion des Gruppenleiters

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Quelle:
Kroeger, Matthias: Themenzentrierte Seelsorge. Über die Kombination klientenzentrierter und themenzentrierter Arbeit nach
Carl R. Rogers und Ruth C. Cohn in der Theologie.
Stuttgart: Kohlhammer. 1973, 3. Auflage S. 229 - 258.






Dr. Monika Kuhn FS TZI-Supervision/Handout, Selbstsupervision/Ich

ICH


1. Wie erging es meinem Ich als Leiter/Teilnehmer in dieser Sitzung?
    - Davor (bei der Vorbereitung)?

    - Zwei Minuten vor Beginn?

    - Bei der Einleitung/Einführung?

    - Fühlte ich mich wohl? offen? körperlich entspannt?

    - Wie war meine Stimmungskurve während der Stunde?

    - Wie fühlte ich mich nach der Sitzung?


2. Wie ging es meinem Ich mit den anderen?
    - mit Einzelnen?

    - mit der Gruppe als Ganzer?


3. Wie ging es meinem Ich mit dem Thema?
    War es schön? lastend? zäh? ergiebig?


4. Wie ging es meinem Ich mit der Struktur?
    L: War ich selber gern in der von mit vorgegebenen Struktur?

    L: Wäre ich als Teilnehmer gern in ihr gewesen?

    L: Habe ich sie nur den anderen verordnet und mich als Leiter herausgehalten?

    L: Wie ging es mir als Teilnehmer mit der Struktur?

Dies alles nur anschauen; bewußtmachen; aufschreiben; nichts verändern; nichts tadeln; nur erinnern und wahrnehmen.






Dr. Monika Kuhn FS TZI-Supervision/Handout, Selbstsupervision/WIR

WIR
Wie habe ich die Menschen in der Gruppe erlebt?


1. Betrchtung von Einzelnen (oder auch solchen, die fehlten):
    man schreibt einige Namen auf die Gruppenliste:


    - Wie wirkte er/sie?


    - Fühlte er/sie sich wohl? abgelenkt? interesssiert? isoliert?
       Gesichtsausdruck?


    - Wie würde er/sie die erlebte Stunde beschreiben?
       zufrieden? beteiligt? welche Kritik?


    - Wie fühlten sich einige Teilnehmer
       a) in sich? (ICH)

       b) mit den anderen? (WIR)

       c) mit dem Stoff? (THEMA)

       d) mit der Struktur?


2. Betrachtung der Gesamtgruppe:
    - Wie war das Klima?

    - Der Verlauf des Gruppenflusses?

    - Die Gesamtatmosphäre?
       Wodurch entstand sie?

       War sie hinderlich? förderlich? wem?

Dies alles nur anschauen; bewußtmachen; aufschreiben; nichts verändern; nichts tadeln; nur erinnern und wahrnehmen.






Dr. Monika Kuhn Handout, Selbstsupervision/Thema

THEMA


- Wie lautete das Thema?

- Wie hat es auf mich und die anderen in dieser Form gewirkt?

- Wie wurde es eingeleitet?

- Wie hat es sich entwickelt?

- Welche Elemente kamen zur Sprache?

- Welche Elemente waren unterbelichtet, übergangen, abgelehnt, unerklärt?

- Was würde der Autor/Berichterstatter zu unserer Wiedergabe seiner Meinung sagen?

- Würde ihm etwas fehlen?

- Würde er sich verstanden fühlen?

- Was lehnen die Schäler (oder der Lehrer selber) in dieser Aufgabe ab und nehmen es deshalb nicht wahr?

- Was ist das Neue, der Kern der Erfahrung oder der Information, die ICH als Leiter im Thema sah, und zumuten wollte?

- Wie würde wohl HerrX / FrauY (das WIR) die Themenseite der Stunde erfahren?

Dies alles nur anschauen; bewußtmachen; aufschreiben; nichts verändern; nichts tadeln; nur erinnern und wahrnehmen.






Dr. Monika Kuhn FS TZI-Supervision/Handout, Selbstsupervision/Struktur

STRUKTUR
Die Abfolge der verwendeten oder spontan entstandenen/ungeplanten Strukturformen werden notiert


Leitereinführung oder allgemeine Runde



- Schweigen, dessen Einleitung,
- Kleingruppen,
- mittlere Gruppen
- Plenum
- Einzelarbeit
- Zeiteinteilung u.a.




War die Struktur helfend? lähmend? anregend?


Dies alles nur anschauen; bewußtmachen; aufschreiben; nichts verändern; nichts tadeln; nur erinnern und wahrnehmen.






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27.2.1998 - Ansprechpartner/E-Mail: Marlies Kreutzmann